Lange haben wir gewartet. Viel Wirbel gab es in den letzten Monaten um die Chemnitzer gute Laune Formation Kraftklub. Hoch sind die Erwartungen.
Live konnten sich die fünf Jungs aus dem schönen Sachsen bereits eine breite Fanbasis erspielen. Ich gehöre selbst seit einem Festivalbesuch im Sommer letzten Jahres zu dieser Meute an Menschen, die springend und grölend zu Kraftklub Songs die Kuh fliegen lassen. Ob es bei so vielen eigenen Konzerten, sowie Support für Casper, die Beatsteaks und Fettes Brot gelungen ist, das erste eigene Album auf Deutsch-Rap-Rock-Meilenstein-Niveau zu hieven, werde ich nun versuchen zu klären.
Die Englische Post-Hardcore Band Enter Shikari schlägt mit ihrem 4. Album voll ein. Der Longplayer kommt mit 11 Titeln daher. Das feine daran ist, das einfach jeder Song stark ist. Man kann das Album von vorne bis hinten hören ohne auch nur in Versuchung zu kommen den Skip Button zu betätigen. Die Band selber bezeichnet ihre Musik als Trancecore. Das Album besteht aus harten Metalcore Gitarrenriffs, Dubstep und trancigen Synthiesounds.
Da fragt man sich was das für ein eigenartiger Mix ist? Aber es funktioniert wunderbar. Die Songstrukturen greifen perfekt ineinander und sorgen für eine menge Abwechslung.
Der Song System… wirkt als eine art Intro und leitet gleich auf die beiden Bretter …Meltdown und Sssnakepit über. Hier trifft auch gleich eine unglaublich Bandbreite an Sounds aufeinander. Starke Refrains treffen auf fette Gitarrenriffs und Breakbeat.
Der belgische Musiker Wouter „Wally“ De Backer auch bekannt unter dem Künstlersynonym Gotye, ist mit seinem neuen Album Making Mirrors auch bei uns auf dem Vormarsch. Der Song „Somebody What I Used To Know“ polarisiert ungemein. Kann auch der Rest des Albums überzeugen?
Die Platte beginnt mit dem Namensgebenden Intro Making Mirrors. Relativ unspektakulär leitet der Song recht schnell auf das fixe Stück Easy Way Out über. Der Song startet gleich gut durch, ist aber leider viel zu schnell zu Ende. Nichtmal 2 Minuten gibt’s hier zu hören. Schade…
Anschließend wird mit Somebody What I Used To Know der stärkste Song der Platte ausgepackt. Sehr einfache Instrumentierung trifft auf Lyrics die im Refrain so richtig losbrechen. Ganz großes Kino und wenn dann noch Kimbra ihren Teil dazu beisteuert ist Gänsehaut vorprogrammiert.
Weiter geht’s mit Eyes Wide Open. Für mich das Highlight des Albums. Energiegeladene Drums treffen auf eine unglaubliche Stimme.
Während der Sound bisher sehr vielschichtig und von Effekten dominiert wurde, so gehen die Songs Smoke and Mirrors, I Feel Better und In Your Light viel mehr in Richtung Popmusik. Der Sound wirkt eingängiger und glatter produziert. Leider wird hier stimmlich nicht mehr ganz soviel geboten wie zu Anfang des Albums.